Die Präsenz von Kriegen weltweit stellt auch den Religionsunterricht vor große Herausforderungen. Juliane Ta Van
schildert sie und zeigt in einem Beitrag auf
feinschwarz.net
Perspektiven auf. Ihre These lautet: Gerade im Religionsunterricht können Schüler:innen über Wege aus kriegerischen
Gewaltspiralen sprechen.
Hier Auszüge aus dem Beitrag, den Sie komplett unter dem Link unten nachlesen können.
Wie spricht man mit Jugendlichen über etwas, das selbst Erwachsene stumm macht? Wo Politikwissenschaft Fakten teilt und Geschichte Zeitachsen
zeichnet, ringt Religionspädagogik mit tiefen Fragen: Wie kann Nächsten- und Feindesliebe aussehen? Was bedeutet Gewaltverzicht? Was bleibt vom Gebot
„Du sollst nicht töten“, wenn die Welt es täglich bricht? Und ist Frieden nur ein Gebet – oder eine Aufgabe?
Seit der Wende überwiegen friedenspädagogische Perspektiven: Wie können Menschen Frieden schaffen?
Versöhnung und Vergebung leben? Und nun also doch wieder Krieg im Religionsunterricht? Dafür gibt es verschiedene Gründe, auf die ich im Folgenden einige
Schlaglichter werfen werde.
Krieg ist kein abstraktes Thema, sondern eines, das zutiefst berührt, verunsichert, verängstigt. Es ist Teil der Lebenswirklichkeiten von Schüler:innen:
Wie viele Kinder in einer Klasse haben wohl Erfahrungen mit Krieg? Wie viele Kinder spielen Krieg? Wie viele Kinder in einer Klasse können TikTok-Beiträge,
Insta-Posts, Filme, Geschichten oder Spiele nennen, in denen Krieg stattfindet oder Krieg thematisiert wird? Das Thema „Krieg“ ist Teil auch unserer
politischen und wirtschaftlichen Situation und es reaktiviert vergangene (WKI-II), gegenwärtige (Sudan, Syrien, Ukraine, Gaza) und zukünftige (Russland,
China, sog. Mittlerer Osten) Ängste und Traumata. Die Trendstudie „Jugend in Deutschland 2025“ macht deutlich: 62 % der 14- bis 29-Jährigen machen sich
Sorgen wegen der Kriege in Europa und Nahost.
Der Religionsunterricht bietet Raum in der schulischen Stundentafel, auf diese Ängste zu schauen, Schauerliches wahrzunehmen und – das darf nicht vergessen
werden – jahrtausendealte Erzählungen darüber einzubringen, wie es Menschen gelingen kann, auf Machtstreben, Begehren, Landnahme und Tod zu reagieren.
Der Religionsunterricht kann auf Erzählungen zurückgreifen, die vom Frieden und der Sehnsucht nach Frieden erzählen – so gewaltvoll die Kontexte und das
erfahrene Leid auch war: Shirin Ebadi, Mahatma Gandhi, Schwerter zu Pflugscharen, Feindesliebe, Religionsfrieden.
den kompletten Artikel finden Sie unter:
"Krieg im Religionsunterricht" auf feinschwarz.net