Die Medienbischöfin Dorothee Wüst hält Social Media für Kinder und Jugendliche für problematisch und spricht sich deshalb für eine Altersgrenze
von 14 Jahren aus. Kinder und Jugendliche würden in sozialen Medien oft mit Inhalten konfrontiert, die sie überfordern können.
Die Eltern könnten die Nutzung und Inhalte kaum ausreichend kontrollieren.
Wüst weist darauf hin, dass Altersgrenzen oft umgangen werden. Verbote allein seien daher wenig wirksam. Sie warnt davor, große Plattformen zu
„dämonisieren“. Stattdessen brauche es frühere und umfassendere Medienbildung, da Kinder schon früh online seien. Rechtsregeln sollen Nutzer vor
unvertretbaren Inhalten schützen.
Die EU habe zwar Fortschritte bei Datenschutz und Jugendschutz gemacht. Eine vollständige Regulierung sei jedoch kaum möglich.
Trotz sinkender Kirchenfinanzen hält die Medienbischöfin evangelische Publizistik für unverzichtbar. Sie sei ein wichtiges Korrektiv und habe einen
eigenen Wert für die Kirche. Sichtbarkeit und Reichweite müssten finanziell gesichert bleiben.
(Zusammenfassung einer
EKD-Pressemeldung
)