•      03.07.2020

Kirchliche Bildungsarbeit stärken - JETZT

ALPIKA-Logo Die Konsequenzen der Covid-19 Pandemie stellt die kirchliche Bildungsarbeit vor große Herausforderungen. Aufgrund des massiven Rückgangs der Kirchensteuereinnahmen kommt es in der Bildungsarbeit zu überproportionalen Kürzungen. Der geschäftsführende Ausschuss (GA) der Leiter*innen der ALPIKA-Institute hat ein Positionspapier verfasst, mit dem auf die aktuelle Situation reagiert wird:

„Das Bewusstsein für die hohe Bedeutung der Bildungsarbeit der Kirche ist angesichts der derzeitigen Herausforderungen innerkirchlich und öffentlich in den Hintergrund geraten. Fragen des Gottesdienstes liegen obenauf. Der Religionsunterricht an den öffentlichen Schulen findet – wenn überhaupt – in der Regel in Form eines Fernunterrichts statt und muss trotz seines Status als ordentliches Lehrfach derzeit in den zuständigen Ministerien plausibilisiert und eingefordert werden. Im Bereich der Schulseelsorge finden veränderte Kontakte statt. Religion im Schulleben wird bei der Begleitung von Schule unter verschärften Bedingungen wirksam. In allen Feldern kirchlicher Bildungsarbeit sind selbstverständlich etliche Pfarrerinnen und Pfarrer, Religionslehrkräfte, Diakoninnen und Diakone als Profis religiöser Bildung tätig.

Entsprechende Resonanzen findet diese Tatsache in der inner- und außerkirchlichen Öffentlichkeit ebenso wenig wie die Herausforderung der kirchlichen Jugendarbeit und Erwachsenenbildung. Auch in kirchlich geförderten Digitalisierungsprogrammen kommt die Bildungsarbeit oft nur randständig vor. Nach zahlreichen Kürzungswellen, von denen die Bildungsarbeit in der Regel überproportional betroffen war, drohen dem Bildungsbereich angesichts des massiven Rückgangs der Kirchensteuereinnahmen weitere und damit existenzgefährdende Einschnitte. Der geschäftsführende Ausschuss der Leiterinnen und Leiter der ALPIKA-Institute in der EKD setzen deshalb auf eine grundsätzliche Reflexion des ekklesiologischen Selbstverständnisses der Kirche und einer angemessenen Standortbestimmung kirchlicher Bildungsarbeit in einer pluralen Gesellschaft. Die Institute haben die Herausforderungen im Zusammenhang der Covid 19 Pandemie zeitnah, entschlossen und engagiert aufgenommen und damit einen substanziellen Beitrag zum Erhalt kirchlicher Präsenz an verschiedensten Bildungsorten geleistet. Sie haben die Krise genutzt, um – auch in institutsübergreifender Kooperation – Neues zu wagen und Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern, aber auch Menschen in anderen Bereichen kirchlicher Bildungsarbeit Orientierung bei theologischen, seelsorgerlichen und religiöse Bildung betreffenden Fragen zu geben – auch denen, die nicht selbstverständlich Kirchenangehörige sind. Dieses Engagement soll und muss kontinuierlich weitergehen.“

Das komplette Positionspapier als pdf-Datei

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