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    05.09.2019

Neues zum neuen Schuljahr

schuelerMehr Ethik
Im Schuljahr 2019/2020 wird das Fach Ethik auf die Klassenstufe 7 mit zwei Wochenstunden an den Haupt,- Werkreal-, Real- und Gemeinschaftsschulen sowie den Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren ausgeweitet. In den kommenden Jahren sollen dann auch die Klassenstufen 6 und 5 an allen allgemein bildenden Schulen folgen. „Der Ausbau des Ethikunterrichts ist für die Werteerziehung in den Schulen zentral. Angesichts der wachsenden Anzahl an Schülerinnen und Schülern ohne kirchliche Bindung übernimmt der Ethikunterricht hier eine immer wichtigere Aufgabe“, sagt Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann.

Islamischer Religionsunterricht wird fortgeführt
Der islamische Religionsunterricht sunnitischer Prägung wird im neuen Schuljahr fortgeführt. Das Land hat zum 1. August 2019 die Stiftung „Sunnitischer Schulrat“ errichtet. Die Stiftung des öffentlichen Rechts übernimmt hinsichtlich des Religionsunterrichts die Zuständigkeit für Fragen des religiösen Bekenntnisses. Durch das Stiftungsmodell entwickelt das Land das bisherige Modellprojekt mit einem Beirat weiter. „Mit dem Stiftungsmodell schaffen wir eine verlässliche Perspektive für die Zukunft des islamischen Religionsunterrichts, die zudem den religionsverfassungsrechtlichen Vorgaben Rechnung trägt. Baden-Württemberg beschreitet damit einen Weg, der in Deutschland bisher einmalig ist“, erklärt Ministerin Eisenmann.

Demokratie im digitalen Zeitalter
Von besonderer Bedeutung ist auch das Eintreten für und das Verständnis von Demokratie. Der Leitfaden Demokratiebildung wird mit Beginn des neuen Schuljahrs verbindlich an allen allgemein bildenden und beruflichen Schulen umgesetzt. Fortbildungen des ZSL und weitere Angebote unterstützen die Schulen bei der Umsetzung. „Wir wollen junge Menschen zur Demokratie einladen. Denn Demokratie war noch nie ein Selbstläufer, und gerade heute müssen wir einfachen Parolen differenzierte Antworten entgegensetzen“, sagt Eisenmann.
Dabei ist auch das Projekt #RespektBW zu nennen, das ein deutliches Zeichen gegen Hass, Hetze und Fake News im Internet setzen soll. Toleranzförderung, Werteordnung des Grundgesetzes, Informationskompetenz, Falschnachrichten oder Algorithmen und ihr Einfluss auf die Meinungsbildung sind Themen, die bei dem neuen Projekt, welches das Landesmedienzentrum durchführt, im Fokus stehen. „Ich möchte alle Schulen noch einmal ausdrücklich ermuntern, bei #RespektBW, das Ende September startet, mitzumachen. Wir sind alle aufgerufen, gegen Fake und Hass im Netz Stellung zu beziehen und sollten das Thema daher auch in unseren Schulen und in Projekten aufgreifen“, sagt die Ministerin.

Demokratiebildung für geflüchtete Kinder und Jugendliche
Die Vermittlung von Werten und demokratischen Prinzipien ist auch ein wichtiger Bestandteil des schulischen Angebots für geflüchtete Kinder und Jugendliche. Neben der Sprachförderung wird in den Vorbereitungsklassen (VKL) deshalb auch das Fach „Demokratiebildung“ unterrichtet. Die Rückmeldungen aus der Praxis haben gezeigt, dass Schulen mit VKL weitere Unterstützung benötigen. Aus diesem Grund wurden die bisherigen Curricula für die Fächer Deutsch und Demokratiebildung überarbeitet und greifen nun in ihrer neuen Form ab diesem Schuljahr. Das Curriculum Deutsch wurde dabei von Prof. Dr. Dorren Bryant von der Universität Tübingen und das Curriculum Demokratiebildung von Robert Feil von der Landeszentrale für politische Bildung erstellt.

Gute Inklusion braucht Beharrlichkeit
Im neuen Schuljahr steht auch die Weiterentwicklung sonderpädagogischer Bildungs-, Beratungs- und Unterstützungsangebote auf dem Plan. Immer mehr Schulen haben sich für inklusive Bildungsangebote geöffnet. Damit dies nachhaltig wird, muss die Kultusverwaltung die Entwicklungen weiterhin beobachten, begleiten und fachlich unterstützen. „Ein inklusives Bildungssystem muss als langfristiger Entwicklungsprozess gesehen werden“, sagt die Kultusministerin. „Die erfreulichen Nachrichten dürfen uns also nicht dazu verleiten, einen Gang zurückzuschalten. Vielmehr müssen alle Beteiligten den eingeschlagenen Weg weiterverfolgen und sich auch auf neue Entwicklungen einstellen.“ Die Verordnung des Kultusministeriums über die regionale Schulentwicklung an den Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ) ist auf diesem Weg ein Meilenstein. Sie zielt darauf ab, die Wahlfreiheit der Eltern zu sichern und den Kindern ein erreichbares Bildungsangebot zur Verfügung zu stellen.

Quelle: Pressemitteilung Land Baden-Württemberg

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